Corona-Interview mit Dennis Lai von Drela

Die Corona-Pandemie hat sich massiv auf den Arbeitsalltag vieler Unternehmen ausgewirkt – so auch bei der SEO- und Webdesign-Agentur Drela aus Berlin. Wir haben uns mit SEO-Berater Dennis Lai über die aktuelle Situation in seinem Unternehmen unterhalten.

Was haben Sie persönlich aus der Corona-Krise gelernt?

Dennis Lai:In erster Linie haben wir gelernt, dass alles vollkommen unvorhersehbar ist und dass man Strukturen schaffen muss, die Unternehmen auch dann stabil halten, wenn die Neukundenanfragen abflauen, so wie es vor allem in der Anfangszeit der Corona-Krise der Fall war.

Worauf achten Sie aktuell besonders? Was ist Ihr Erfolgsrezept für die schwierigen Zeiten?

Dennis Lai:Es ist wichtig, gute Kundenbeziehungen zu pflegen, damit man auch dann sichere Einnahmen hat, wenn etwas derart Unvorhersehbares passiert. Wir sind bislang gut durch die Krise gekommen, weil wir diesen Grundsatz gewissenhaft befolgt haben. Als Ergebnis davon bauen unsere Kunden heute noch mehr auf unsere Arbeit als vorher.

Wie managen Sie die Bindung zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Dennis Lai:Ich arbeite ausschließlich mit Personen, die ich seit vielen Jahren kenne. So weiß jeder, was er zu tun hat, und die Kompetenzen sind klar geregelt.


Was bedeutet die Corona-Krise für Ihre Branche?

Dennis Lai: Die Auswirkungen zu bewerten, dafür ist es deutlich zu früh. Ich denke, das ganze Ausmaß auf alle Bereiche der Wirtschaft und auf die Steuerpolitik wird sich erst 2021 richtig zeigen. Insgesamt rechne ich trotz der Verlagerung von vielen Bereichen in die digitale Welt mit einem Auftragsrückgang, da viele Unternehmen nicht unbedingt notwenige Investitionen scheuen werden. Ich hoffe, ich behalte Unrecht.

Welche Folgen hat dauerhaftes Homeoffice für Ihr Unternehmen?

Dennis Lai: Im kreativen Bereich und generell in digitalen Berufen ist das temporäre Homeoffice ja nicht ganz neu, daher haben wir keine großen Unterschiede gespürt. In anderen klassischen Büroberufen in meinem Umfeld hat man sehr wohl gesehen, dass die Krise evtl. ein Anstoß für viele Konzerne sein kann, beim Thema Homeoffice neue Wege zu gehen und Mitarbeitern mehr Selbstbestimmung einzuräumen. Allerdings bringt das Homeoffice auch Nachteile, da man durch private Dinge mehr abgelenkt wird und oft über den eigentlichen Feierabend hinaus arbeitet.

Wie ist Ihr Blick in die Zukunft? Wie gehen Sie mit Ungewissheit um?

Dennis Lai: Wir denken bei unseren Planungen immer 1 – 3 Jahre in die Zukunft, da wir uns natürlich Gedanken machen, wie sich das Geschäft in wirtschaftlich turbulenten Zeiten entwickelt. Grundsätzlich denke ich aber, wer sich richtig positioniert und gute Arbeit leistet, der muss sich keine allzu großen Gedanken machen, ob auch in Zukunft die unternehmerische Existenz gesichert ist.

Würden Sie heute noch Unternehmer werden?

Dennis Lai: Auf jeden Fall. Allerdings gibt es auch Menschen, die nicht für die Selbständigkeit gemacht sind. Gerade zu Beginn muss man alles selbst machen und arbeitet viel mehr als z. B. ein Angestellter, meist noch für weniger Geld. Man sollte also vorab gut abwägen, ob man bereit ist, Durststrecken zu überwinden und hart für den Erfolg des eigenen Unternehmens zu kämpfen. Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

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