(Lesedauer: ca. 3:30 Minuten)
“Biete dem Nutzer echte Mehrwerte und stelle ihm in bestmöglicher Weise die Informationen zur Verfügung, die er sucht” – Die Intention von Google ist eigentlich klar, doch bei der Umsetzung haben viele Seitenbetreiber ihre Probleme. Daher stellen sie sich die Frage, wie sie dem am besten gerecht werden und die Nutzer zufrieden stellen können.
Fakt ist: Um dieses Ziel zu erreichen, erfordert es ein geschicktes Zusammenspiel aus hochwertigen Inhalten und einer gut durchdachten Suchmaschinenoptimierung. Doch gerade bei letzterem machen viele den Fehler, den Fokus ausschließlich auf die OffPage-Optimierung zu legen. Unbestritten ist, dass der Aufbau von natürlichen Links weiterhin enorm wichtig ist. Die Tatsache, dass die OnPage-Optimierung jedoch ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung des Rankings beitragen kann, vergessen viele in diesem Zusammenhang . Statt also das Budget ausschließlich in die OffPage-Optimierung zu stecken, sollte auch ein Blick “hinter die eigenen Kulissen” geworfen werden, also auf die Struktur der eigenen Website.
Eine gute interne Linkstruktur ist im Hinblick auf zwei Punkte bedeutend:
1. Hilfe für die Crawler von Suchmaschinen
Schon vor der Eingabe eines gesuchten Begriffs durch einen Nutzer hat die eigentliche Suchanfrage lange begonnen. Die Suchmaschinen schicken ihre Crawler los. Diese rufen Webseiten auf, “gehen” von Link zu Link und kehren mit den gesammelten Infos wieder zurück. Je strukturierter und logischer eine Seite aufgebaut ist, desto einfacher tun sich diese Crawler beim Auslesen der Daten.
2. Nutzerfreundlichkeit
Der Nutzer soll animiert werden, möglichst lange auf der Internetseite zu bleiben. Mit einer geschickten internen Verlinkung erleichtert man die Orientierung auf der Website und bietet zugleich weitere Informationen, die für den User interessant sein könnten. Darüber hinaus bleibt der Fokus des Users auf dem Contentbereich, da er nicht extra die Navigation bzw. das Menü benutzen muss, um auf andere Seiten zu gelangen. Im Prinzip nimmt man den Nutzer mit einer guten internen Verlinkung also an die Hand und führt ihn durch die verschiedenen Ebenen der Website. Navigiert der User sicher durch die Seite, bleibt er auch länger. Und verweilt er länger, erhöht sich die Chance, dass er zu einem Kunden wird.
Vorteil über Vorteil
Interne Links sind also wichtig, um Crawler und User zufriedenstellen zu können. Verglichen mit externen Links bieten sie jedoch noch einige weitere Vorteile. So lassen sich auf der eigenen Seite beliebig viele Links setzen. Auch in Sachen Linktexte, Platzierung sowie Gestaltung hat man freie Hand. Darüber hinaus fällt für das Setzen der internen Links keine Einmalzahlung oder Miete an.
Nicht jeder interne Link ist auch ein guter Link
Aber Achtung: Auch beim Setzen von internen Links ist Klasse statt Masse gefragt. So ist es in jedem Fall ratsam die Links im Content-Bereich zu verbauen und nicht im Footer oder der Seitenleiste. Der Lesefluss sollte bei Contentlinks auf gar keinen Fall negativ beeinflusst werden, indem jedes dritte Wort verlinkt wird. Nutzer lassen sich so nicht lange auf der Seite halten.
Es ist ratsam im Vorfeld ausreichend Zeit in die Ausarbeitung einer Strategie zu investieren und sich Gedanken hinsichtlich folgender Fragen zu machen:
[list type=”dot” size=”small”]
- Welches sind die wichtigsten Keywords?
- Welche weiteren Informationen könnten für den Nutzer auch noch relevant sein und auf welchen Seiten finden sich diese?
- Wie kann ich den Nutzer durch die verschiedenen Ebenen meiner Seite führen, ohne dass er das Interesse verliert oder sich sogar langweilt?
[/list]
Die Linktexte sollten außerdem im direkten Zusammenhang mit dem gelesenen Text stehen und darüber hinaus einen Ausblick darauf geben, was den Nutzer – zumindest im Großen und Ganzen – “erwartet”, wenn er dem Link folgt.
Auch wenn viele SEOs davon nichts hören wollen: Gute Rankings lassen sich auch mit wenigen externen Links erzielen! Wichtig sind hochwertiger und möglichst neuer Content und eine logische Linkstruktur. Prominentestes Beispiel hierfür ist Wikipedia. Die freie Enzyklopädie ist wohl das Paradebeispiel schlechthin, wenn es um eine gute interne Verlinkung geht.
Aber auch Shopping-Portale wie Amazon (“Kunden, die Artikel gekauft haben, welche Sie sich kürzlich angesehen haben, kauften auch”) oder Zalando (“Dazu passt” oder “Das könnte Ihnen auch gefallen”) sind gute Beispiele für eine durchdachte OnPage-Optimierung.
Fazit
Eine gut durchdachte Linkstruktur ist wichtig, da man sowohl im Interesse der Suchmaschinen als auch dem der Nutzer handelt. Eine gute OffPage-Optimierung ist nicht viel wert, wenn die ganze “externe Power” auf der Seite selbst verloren geht. Wichtig ist beides, OnPage- und OffPage-Optimierung, denn je mehr Linkjuice eine Seite über (gute) externe Links erhält, desto mehr Linkjuice können auch die internen Links vererben.