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TRANSKRIPT: Trust & Sell by Vincent Sünderhauf
Gast: Alexander Fröhlich, Gründer & Geschäftsführer adcollective GmbH
EINFÜHRUNG UND VORSTELLUNG
Vincent: Heute bei mir zu Gast: Alex Fröhlich. Wir nennen ihn intern bei uns bei seosupport “Mr. Meta”, weil er sich extrem auf das Thema Meta Ads konzentriert hat. Nicht nur auf die Creatives, sondern auch auf erfolgreiche Performance Ads Kampagnen. Alex ist ein Partner von uns mit seiner adcollective. Wir kooperieren, haben Kunden für ihn und er für uns. Vor allem ist er ein richtig feiner Kerl.
Alex: Danke. Die Hausplanung geht voran. Ich habe vorletzte Woche einen Termin mit meiner Baufirma gehabt, rund 10 Stunden Gespräch durch alle Bestandteile. Die Fertigstellung sieht jetzt so aus wie Anfang bis Mitte 2028.
WERDEGANG: VOM JUGENDLICHEN GRÜNDER ZUM AGENTURINHABER
Vincent: Wie alt bist du, wie lange machst du das und woher kommt die Spezialisierung?
Alex: Ich bin 28. Meine erste Firma habe ich mit 17 gegründet, also 11 Jahre Selbstständigkeit. Meine Eltern sind beide Beamte. Die Botschaft war eher: Selbstständigkeit ist unsicher, sei vorsichtig. Aber ich hatte einen Stiefvater, der nebenbei einen kleinen Onlineshop mit Modellbau hatte. Der kannte sich gut aus mit dem Internet. Ich habe gesehen, wie er zu Hause Pakete verschickt hat, und gedacht: Wie macht er das? Er war ein Macher, der die deutsche Bürokratie nicht zu ernst nimmt. Das hat mich geprägt.
DAS ERSTE BUSINESS MIT 17: WASSERLOSE AUTOREINIGUNG
Alex: Ich habe damals ein wasserloses Reinigungssystem für Autos in den USA entdeckt. In Berlin darf man sein Auto nicht auf der Straße waschen, weil das Wasser nicht in die Kanalisation versickern darf. Aber es gibt viele Geschäftsleute, die keine Zeit haben, ihre S-Klasse irgendwohin zu fahren. Also habe ich das gemacht.
Ich habe eine Website gebaut, Kampagnen geschaltet, Rechnungen gestellt. Ich hatte sogar eine Kooperation mit einem Golfclub in der Nähe. Das Problem: Ich war Schüler, Inhaber und einziger Mitarbeiter gleichzeitig. Ich habe Autos geschrubbt vor und nach der Schule. Das Geld kam rein. Dann kam der Punkt: Ich bräuchte einen Mitarbeiter, aber daran hatte ich nicht gedacht. Mit 17 in Deutschland jemanden einstellen, um Autos zu waschen, ist schwierig. Das hat angefangen zu bröckeln.
Startkapital am Ende: 10.000 Euro.
VERSCHIEDENE BUSINESSMODELLE BIS ZUR SPEZIALISIERUNG
Alex: Danach habe ich Onlineshops gemacht, Amazon FBA, Produkte entwickelt, Reisen nach China zu Herstellern. Von Produktdesign bis Development. Mein Startkapital dafür waren die 10.000 Euro aus der Autoreinigungsfirma. Außerdem habe ich bei Kaufland im Leergut als Minijob gearbeitet. Ich wohnte zu Hause, hatte kaum Kosten.
Mit 22, 23 hatte ich viele verschiedene Geschäftsmodelle hinter mir, bei denen immer irgendwie Kunden rangeholt werden mussten. Dafür habe ich Meta Ads, Google Ads und alles Mögliche gemacht. Irgendwann habe ich gemerkt: Etwas zu vermarkten und Leads zu generieren, das macht mir mehr Spaß als das Geschäftsmodell dahinter. Da war der Punkt, an dem ich gesagt habe: Ich mache das für Leute, die das nicht so gerne machen und denen das abnehmen will.
Ich habe dann auch angefangen zu studieren, Unternehmensgründung und Nachfolge an der HWR Berlin, und habe das dann nach dem 2. Semester geschmissen, als die Agentur lief.
GRÜNDERMUT, PARTNERWAHL UND WACHSTUM
Vincent: Was hat dich bewegt, diesen Sprung vom Selbstständigen zum Unternehmer zu machen?
Alex: Meine Partnerin, mit der ich jetzt seit 6 Jahren zusammen bin, hat dabei eine wichtige Rolle gespielt. Vorher habe ich 15 Stunden am Tag gearbeitet, weil ich eh nichts anderes zu tun hatte. Als ich sie kennengelernt habe, kostet eine Beziehung natürlich auch Zeit. Das hieß: Zeit durfte nicht mehr mein einziger Hebel sein. Ich musste in weniger Zeit mehr Geld verdienen. Das hat ein anderes Mindset entwickelt. Sie hat mich gepusht, Verantwortung zu übernehmen und eine Vision zu haben.
Vincent: Sie hat dich kennengelernt, als du nichts hattest, nur ein Typ mit großen Zielen. Das sind die Beziehungen, die Gold wert sind.
GEHALT, BÜRO UND FINANZIELLE AUFSTELLUNG
Vincent: Wann hast du angefangen, dir selbst ein Gehalt auszuzahlen? Wie hast du das Risiko gemanagt?
Alex: Ich habe mir lange nichts ausgezahlt. Nicht weil ich ein Mönch bin, sondern weil das Geld in mich und meine Firma einen viel höheren ROI hat als jedes Asset. Das war eine strategische Entscheidung. Mein erstes Nettogehalt waren 2.000 Euro. Damit konnte ich Miete und Essen bezahlen. Alles andere ist in die Firma geflossen.
Das Spiel mit den Mitarbeitern ist bekannt: Du machst 10.000 Euro Profit, stellst einen Mitarbeiter ein, und auf einmal bleiben 4.000 Euro übrig. Das habe ich durchgezogen, bis wir 4, 5 Mitarbeiter hatten.
Dann habe ich entschieden: 100 Prozent remote ist auf Dauer nicht gut für Kultur und Teamaufbau. Wir haben zuerst ein kleines 80-Quadratmeter-Büro genommen, Erdgeschoss, nicht mega geil aber in Ordnung. Inzwischen sind wir an den Leuschnerdamm in Friedrichshain-Kreuzberg gezogen, 200 Quadratmeter, oberste Etage, Blick aufs Wasser. Damit sind wir sehr zufrieden.
Learnings: Geh die ersten Schritte kostengünstig, baue Strukturen auf ohne sofort ein repräsentatives Büro zu brauchen. Wachse das Team erst rein, dann kommt der nächste Schritt ganz natürlich.
VERMÖGENSAUFBAU ALS AGENTURUNTERNEHMER
Vincent: Wie strebst du finanzielle Freiheit an?
Alex: Ich habe eine GmbH und eine Holding. Die Holding nutze ich aktuell noch nicht groß, aber man baut sie auf, weil man sie nicht schnell genug aufbauen kann. Das Holdingprivileg greift nach 5 Jahren.
Mein Mindset ist bis heute: Mein größtes Asset mit dem höchsten ROI ist meine Firma. Ich ziehe nicht möglichst viel raus, sondern gucke, welche Mitarbeiter strategisch wichtig sind und wo investiert werden sollte.
Jetzt habe ich angefangen, mein Haus zu bauen. Dann zahle ich keine Miete mehr, kann mein Gehalt erhöhen und habe ein bleibendes Asset für die Zukunft. Langfristig geht es darum, Profite zu nehmen, wenn die Firma nicht mehr jeden Euro selbst braucht, und dann weiter in Assets zu investieren.
Außerdem bin ich seit 10 Jahren im Aktienmarkt. Monatlicher ETF-Sparplan, gut gestreut, einfach durchziehen. Noch keine extrem hohe Summe, aber sukzessive steigend. Der Zinseszins macht seinen Job.
Vincent: Als Unternehmer hast du den größten ROI in deiner eigenen Firma. Um 2.000 Euro netto Dividende zu haben, brauchst du ein Aktiendepot von 1 Million. Das dauert ewig. Investiert erstmal in euch selbst. Erhöht nicht eure Sparrate von 200 auf 400 Euro, sondern macht aus 200 Euro Sparrate 2.000 Euro, indem ihr in euch selbst investiert.
WAS EINE GUTE AGENTUR AUSMACHT
Vincent: Was macht eine gute Agentur erfolgreich?
Alex: Es gibt 2 Kategorien. Die Fließbandagentur: möglichst günstig, wenig Kompetenz dahinter, ein Mitarbeiter betreut 50 bis 100 Kunden, lebt davon, immer neue Kunden aufzusaugen. Und die Boutique-Agentur: mehrere Leute sitzen an einem Kunden, kümmern sich wirklich darum, dem Kunden sein Ziel zu erreichen.
Unser Modell ist die Boutique-Agentur. Man verdient wirklich gutes Geld, wenn man gemeinsam mit dem Kunden wächst. Es ist nicht unüblich, dass ein Kunde bei uns mit 5.000 bis 10.000 Euro Werbebudget startet und innerhalb von 3 bis 6 Monaten bei 50.000 bis 100.000 Euro ist. Weil es sich für ihn lohnt. Das ist das Ziel: Win-Win, im besten Fall dreifach Win. Der Kunde meines Kunden profitiert. Mein Kunde wächst. Ich wachse mit.
WIE ERFOLGREICHE META ADS KAMPAGNEN FUNKTIONIEREN
Vincent: Was muss man beachten, damit eine Meta Ads Kampagne durch die Decke geht?
Alex: Erstens braucht der Algorithmus genug Conversions, also 50 Käufe oder Leads pro Woche. Das ist die offizielle Zahl, ab der Meta checkt: Wen suche ich hier eigentlich? Wer mit zu wenig Budget startet, bekommt zu wenig Conversions und hat dann krasse Schwankungen.
Konkret: Wenn ein Produkt 100 Euro kostet und ich 30 Euro pro Akquisition ausgeben kann, dann mal 50 Conversions pro Woche, mal 4 Wochen. Das ist das Mindestbudget. Im E-Commerce-Bereich würde ich sagen: unter 5.000 Euro Werbebudget im Monat kannst du dir das Geld sparen. Ab 3.000 Euro kann Meta grundsätzlich Sinn machen, aber nur wenn Produkt und Ziel dazu passen.
Zweitens: Wer Advertising startet, aber kein klares Ziel hat, verbrennt Geld. Budget, Ziel und Marketing müssen zusammenpassen.
Drittens: Die Creatives sind der wichtigste Hebel. Früher hat man bei Meta viel über Targeting und Einstellungen gemacht, ähnlich wie Google Search Ads heute. Von Jahr zu Jahr haben Creatives immer mehr an Bedeutung gewonnen. Heute muss für ein gutes Creative sehr viel zusammenkommen: Strategie, Skript, die richtige Person vor der Kamera, psychologisches Verständnis. Nicht hübsche Creatives, sondern Creatives, die wirklich funktionieren.
Unser Prozess: Wir machen zunächst eine Analyse von Zielgruppe und Pain Points, graden den Ausgangszustand und machen den Kunden erst ready für Kampagnen. Wenn die Foundation stimmt, geht es darum, im Testing Learnings abzuleiten: Was funktioniert? Mehr davon. Was verbrennt Geld? Weg damit.
VISION FÜR DIE ZUKUNFT
Vincent: Wo siehst du adcollective in 10 Jahren?
Alex: Nicht 100 Mitarbeiter, sondern maximal 30. Aber die beste Boutique Social Agentur in Deutschland. Nur die besten Seniors, die wirklich psychologisch wirksame Creatives machen. Wer mit Paid Social Ads auf das nächste Level will, kommt zu uns.
Vincent: Und Alex Fröhlich als Mensch in 10 Jahren?
Alex: Hängematte im Garten, Sonne im Gesicht, 3 Hunde um mich herum und 2 Kinder.
Vincent: Alex, war mir eine Freude.
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Ende des Transkripts
Trust & Sell by Vincent Sünderhauf
Key-Learnings aus dem Talk
- Früh gründen lohnt sich: Wer mit siebzehn Fehler macht, macht sie nicht mit vierzig und zahlt nicht den zehnfachen Preis dafür.
- Boutique statt Fließband: Wer mit seinen Kunden wächst, statt sie zu verwalten, baut eine nachhaltige Agentur.
- Budget vor Start durchrechnen: Wer mit zu wenig Werbebudget startet, verbrennt Geld. Fünfzig Conversions pro Woche braucht der Meta-Algorithmus, um zu funktionieren.
- Creatives entscheiden: Gutes Media Buying allein reicht nicht mehr. Strategie, Script und Psychologie machen den Unterschied.
- Erst die Firma, dann die Assets: Wer jung ist, hat den höchsten Return on Investment in der eigenen Company. Alles andere kommt danach.
Alexander Fröhlich ist nicht der lauteste im Raum. Er sitzt einem gegenüber und man braucht ein paar Minuten, bis man merkt, wie präzise dieser Mann denkt. Mit siebzehn hat er seine erste Firma gegründet, während seine Eltern als Beamte lieber zur Vorsicht mahnten. Mit acht und zwanzig leitet er die AdCollective GmbH, eine Paid Social Boutique mit Fokus auf Meta Ads, und baut gleichzeitig sein eigenes Haus im Berliner Speckgürtel. Im Gespräch mit Vincent Sünderhauf erklärt er, warum frühe Fehler der beste Beschleuniger sind, ab wann Meta-Werbung überhaupt Sinn ergibt und weshalb er sich jahrelang kein Gehalt ausgezahlt hat.
Vom Autowäscher zum Agenturinhaber
Alles begann mit einem Stiefvater, der im Keller Modellbaukästen lagerte und Pakete verschickte. „Der war so ein Machertyp, der diese deutsche Bürokratie nicht zu ernst nimmt. Einfach machen.” Diese Haltung prägte Alexander Fröhlich früh. Mit siebzehn meldete er sein erstes Gewerbe an: ein wasserloses Autoreinigungssystem für Geschäftsleute, die keine Zeit haben, ihr Fahrzeug irgendwo abzugeben. Er arbeitete neben der Schule, schrubte Autos, stellte Rechnungen und merkte schnell, dass er allein nicht skalieren konnte. Die Firma bröckelte, als die Frage kam: Wen stellt man ein, wenn man selbst noch siebzehn ist?
Das Startkapital dieser Zeit, rund zehntausend Euro, floss in die nächsten Versuche. Onlineshops, Amazon FBA, Produktentwicklung mit Herstellern in China, Lizenzen aus der Türkei. Jedes Modell lehrte ihn etwas. Mit zwei- bis dreiundzwanzig wurde klar, was ihn wirklich antreibt: nicht das Produkt, sondern das Vermarkten. „Kunden ranbekommen, Leads generieren, Verkäufe erzielen, das hat mir mehr Spaß gemacht als jedes Geschäftsmodell dahinter.” Aus dieser Erkenntnis entstand die AdCollective GmbH.
Die Entscheidung für Meta und für Creatives
Paid Social gibt es bei Meta seit 2014. In den Anfangsjahren war es ein technisches Handwerk: Klicks setzen, den Algorithmus hacken, Bidding-Strategien optimieren. Wer Erfahrung hatte, kam weit damit. Fröhlich hat diese Phase miterlebt und beobachtet, wie sich das Gewicht über die Jahre verschoben hat. „Von Jahr zu Jahr haben die Creatives immer mehr an Wichtigkeit gewonnen.” Heute entscheidet nicht mehr, wer die Technik am besten beherrscht, sondern wer versteht, wie man einen Menschen in den ersten Millisekunden eines Videos oder einer Anzeige festhält.
Das ist der Kern der AdCollective: nicht nur Kampagnen schalten, sondern die gesamte kreative Strategie mitdenken, Skripte schreiben, verstehen wer vor der Kamera stehen sollte, warum ein bestimmter Einstieg funktioniert und ein anderer nicht. „Für ein gutes Creative muss ganz schön viel zusammenkommen. Von der Strategie über das Scripting bis hin zur Psychologie dahinter.”
Wann Meta-Werbung wirklich Sinn ergibt
Fröhlich ist direkt in einem Punkt, der viele Interessenten überrascht: Wer mit zu wenig Budget startet, verschwendet sein Geld. Der Meta-Algorithmus braucht mindestens fünfzig Conversions pro Woche, um zu lernen, wen er eigentlich ansprechen soll. Wer das nicht erreicht, landet in einem Dauertesten ohne verwertbare Ergebnisse: mal Verkäufe, mal keine, und nie ein klares Bild davon, was funktioniert.
Die Rechenlogik dahinter ist simpel. Wenn ein Produkt hundert Euro kostet, die Marge fünfzig Euro beträgt und man dreißig Euro pro Akquisition abgeben kann, dann braucht man dreißig Euro mal fünfzig Conversions pro Woche, ergibt ein notwendiges Mindestbudget. Wer das unterschreitet, zahlt Lehrgeld ohne Lerneffekt. „Wer mit fünf tausend Euro im E-Commerce-Bereich startet, spült das Geld in die Toilette. Spart es euch. Kommt wieder, wenn ihr fünfzehn habt.”
Ab drei tausend Euro Werbebudget im Monat macht die Plattform grundsätzlich Sinn, aber auch das hängt vom Produktpreis ab. Bei hochpreisigen Angeboten braucht es entsprechend mehr, damit der Algorithmus genug Daten bekommt. Erst wenn Budget, Ziel und Conversion-Rate aufeinander abgestimmt sind, beginnt die eigentliche Arbeit: testen, Learnings ableiten, das Funktionierende verstärken und das Nicht-Funktionierende abschalten.
Boutique gegen Fließband
Im Agenturmarkt sieht Fröhlich eine klare Zweiteilung. Auf der einen Seite Fließbandagenturen, bei denen ein Mitarbeiter fünfzig bis hundert Kunden betreut, schnell neue Aufträge reinholt und genauso schnell wieder verliert, weil kein Raum für echte Arbeit bleibt. Auf der anderen Seite das Boutique-Modell: mehrere Personen pro Kunde, echter Fokus auf Ergebnisse, echtes Wachstum auf beiden Seiten.
„Man verdient wirklich gutes Geld in dem Agenturbusiness, in dem man gemeinsam mit seinem Kunden wächst.” Kunden, die mit fünf- bis zehntausend Euro Werbebudget starten und nach drei bis sechs Monaten bei fünfzig oder hundert tausend Euro sind, weil es sich für sie lohnt. Das ist das Ziel. Ein dreifacher Gewinn: der Endkunde des Kunden profitiert, der Kunde wächst, und die Agentur wächst mit. Auf dieses Modell baut die AdCollective auf, mit einem Team in einem zweihundert Quadratmeter großen Büro am Leuschnerdamm in Friedrichshain-Kreuzberg, mit Blick aufs Wasser.
Wachstum ohne Eitelkeit
Was Fröhlichs Geschichte besonders macht, ist nicht der Erfolg selbst, sondern die Disziplin auf dem Weg dorthin. Jahrelang hat er sich kein Gehalt ausgezahlt. Nicht aus Prinzip, sondern aus Kalkül. „Mein größtes Asset mit dem höchsten ROI ist meine Firma.” Jeder Euro, der in die Company geflossen ist, hat mehr zurückgebracht als jedes Depot oder jede Immobilie es zu diesem Zeitpunkt hätte tun können. Erst als das Fundament stand, begann er, sich selbst zu bezahlen und dann ein Haus zu bauen.
Der Rat, den er jungen Gründern mitgibt, klingt unspektakulär, trifft aber einen wichtigen Nerv: Nicht zu früh Büro mieten, nicht zu früh groß auftreten, nicht zu früh Geld rausziehen. Stattdessen konsequent investieren, in Personal, in Strukturen, in die eigene Kompetenz. Das Büro kam, als das Team fünf Personen zählte und Kunden anfingen zu fragen, wo man sie besuchen könnte. Bis dahin war Remote gut genug.
Wo soll das hinführen?
In zehn Jahren soll die AdCollective nicht die größte Paid Social Agentur in Deutschland sein, sondern die beste. Maximal dreißig Mitarbeiter, ausschließlich erfahrene Seniors, keine hübschen Creatives, die gut aussehen, sondern Creatives, die psychologisch funktionieren und messbar Ergebnisse liefern. Alexander Fröhlich selbst? „Hängematte im Garten, Sonne im Gesicht, drei Hunde.”
Hinweis: Dieses Interview erschien im Podcast „Trust & Sell by Vincent Sünderhauf“.
Über Alexander Fröhlich
Alexander Fröhlich ist Gründer und Geschäftsführer der AdCollective GmbH, einer Paid Social Boutique mit Fokus auf Meta Ads und kreative Kampagnenentwicklung. Er hat mit siebzehn Jahren sein erstes Unternehmen gegründet und arbeitet seit rund zehn Jahren im digitalen Marketing. Die AdCollective begleitet E-Commerce-Unternehmen und Dienstleister von der Strategie über das Creative-Development bis zur Skalierung ihrer Werbebudgets. Das Büro befindet sich am Leuschnerdamm in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.







































































































